Die KuSG Leimen hat ihr Heimspiel gegen die TG Würzburg trotz starker kämpferischer Leistung mit 59:76 verloren. Über weite Strecken bot die Partie ein intensives Duell auf Augenhöhe, doch in den entscheidenden Phasen erwiesen sich die Gäste als abgezockter und nutzten ihre Chancen konsequenter.
Starker Start – dann übernehmen die Gäste
Leimen erwischte den besseren Start in die Partie: konzentriert in der Defensive und mit guten Aktionen aus der Distanz setzten die Hausherrinnen die ersten Akzente. Doch Würzburg fand schnell in seinen Rhythmus, traf hochprozentig aus der Mitteldistanz und drehte das Spiel noch im ersten Viertel zu seinen Gunsten.
„Wir waren da eigentlich gut drin, aber dann haben wir in wenigen Minuten zu viele einfache Punkte zugelassen“, analysierte Coach Herb nach der Partie.
Kampfgeist und Dreier bringen Hoffnung
Bis zur Halbzeit kämpften sich die Kurpfalz Damen jedoch eindrucksvoll zurück ins Spiel. Drei erfolgreiche Distanzwürfe von Nataliia Babii (8 Pkt und 8 Reb) und Imena Aruna (14 Pkt) brachten das Team wieder in Schlagdistanz – beim Stand von 31:34 war die Partie zur Pause völlig offen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung umkämpft. Leimen setzte Würzburg mit aggressivem Pressing unter Druck, zwang die Gäste zu 26 Ballverlusten und kam immer wieder zu zweiten Chancen – allein 20 Offensiv-Rebounds sprechen für den Einsatzwillen der Gastgeberinnen. Doch die Belohnung blieb aus: zu viele gute Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. „Bei der Reboundarbeit kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen – aber aus diesen Möglichkeiten müssen wir einfach mehr Punkte machen“, haderte Herb mit der Wurfausbeute seines Teams.
Schlüsselmomente im Schlussviertel
Im letzten Abschnitt war die Partie weiterhin offen. Als Brodnik mit vier Punkten in Serie auf 50:54 verkürzte, keimte kurzzeitig Hoffnung auf eine Wende. Doch Würzburg reagierte eiskalt: Johanna Michel und Elina Timoschenko übernahmen Verantwortung, initiierten einen 10:2-Lauf und stellten damit die Weichen auf Sieg. Leimen konnte dem Druck nicht mehr standhalten, während die Gäste souverän ihren Vorsprung verwalteten.
Ausgeglichene Teamleistung auf beiden Seiten
Bei Würzburg überzeugte vor allem die Ausgeglichenheit: Gleich vier Spielerinnen punkteten zweistellig und machten so den Unterschied. Auf Leimener Seite stachen Shanine Matz und Imena Aruna mit jeweils vier erfolgreichen Dreiern heraus, während Babii (8 Punkte, 8 Rebounds) und Brodnik (9 Punkte, 6 Rebounds) unter den Körben starke Arbeit leisteten.
Fazit
Trotz der Niederlage zeigten die Kurpfalz Ladies eine kämpferisch starke Vorstellung, mussten sich aber in den entscheidenden Momenten der Cleverness und Effektivität der Würzburgerinnen geschlagen geben. „Einsatz, Wille und Energie haben gestimmt – wir müssen jetzt nur noch lernen, uns dafür zu belohnen“, fasste Coach Herb die Partie treffend zusammen.
Am kommenden Wochenende steht für die Kurpfalz Damen das Duell beim ASV Theresianum Mainz an. Beide Teams sind bislang noch ohne Sieg – einer der beiden Kontrahenten wird diese Durststrecke nun also beenden.