Am vergangenen Ostersamstag stand für die Damen der KuSG Leimen ein Topspiel gegen die BasCats aus Heidelberg auf dem Programm. Das Derby versprach Spannung, Kampf und Emotionen – und lies keinen der ca. 250 Zuschauer kalt.
Bereits vor Spielbeginn mussten einige personelle Ausfälle verkraftet werden. Kapitänin Shanine Matz zog sich kurzfristig eine Verletzung zu und konnte nicht mehr berücksichtigt werden. Zuvor war bereits klar, dass Alexandra Kujat und Karlotta Sprinckstub aus privaten Gründen auf Seiten der Leimenerinnen fehlen würden. Auf Heidelberger Seite fehlten mit Jayla Oden und Carla Koch sowie Laurie Irthum ebenfalls wichtige Akteure.
Beide Teams fanden überraschend gut in die Partie und nutzten Fehler der Gegner, um erste Punkte zu erzielen. Julia Wroblewski traf zu Beginn alle drei ihrer Distanzwürfe auf Seiten der BasCats, während für die KuSG zunächst Nataliia Babii und Mallory Brodnik die Körbe erzielten. Beide spielten am Ende auch ein starkes Spiel und legten jeweils ein Double‑Double (Babii 12 Pkt/12 Reb, Brodnik 13 Pkt/14 Reb) auf. Ende des ersten Viertels stand es nach einem ausgeglichenen Start 16:16.
Das Spiel war physisch geprägt und die Belastung war allen Kontrahentinnen anzumerken. Heidelberg, mit drei Profis auf dem Parkett, kam längst nicht in die gewohnte Gangart und wurde von den Leimenerinnen konsequent in Schach gehalten. Allerdings war die Qualität der Partie von vielen einfachen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Die Fans bekamen so mehr Magerkost als Genuss und sahen am Halbzeitpfiff 28:29 ein punktarmes Spiel, in dem die favorisierten Heidelberginnen teilweise ins Wanken gerieten.
„Bis zur Halbzeit waren wir auf Augenhöhe, und mit der Leistung bin ich voll und ganz zufrieden“ analysierte Herb die ersten 20 min.
Nach der Pause begannen die Hausherrinnen schwungvoll und gingen zunächst mit 36:34 in Führung. Heidelberg konterte den guten Beginn mit Kelly Moten (Topscorerin der Partie mit 17 Pkt) und Anne Zipser, die für Stabilität sorgten. Gleichzeitig tat die zunehmende Unruhe den Spielverlauf nicht gut: Einige umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter führten dazu, dass die bis dahin gut aufgelegte Mallory Brodnik schnell ihr viertes und fünftes Foul kassierte.
Heidelberg nutzte diese Phase eiskalt und ging nicht nur in Führung, sondern erspielte sich einen Vorsprung von 11 Punkten. Leimen versuchte, noch einmal alles zu geben, kam aber vor allem durch einige Freiwürfe der Heidelbergerinnen und Einzelaktionen nicht mehr heran.
Am Ende setzten sich die BasCats mit 68:48 durch. Coach Michael Herb zum Spiel: „Wir wollten von Beginn an Heidelberg beschäftigen und bis zur Halbzeit selbst einige Akzente setzen, was uns gelungen ist. Mitte des dritten Viertels kam etwas Unruhe und fragwürdige Entscheidungen hinzu. Am Ende mussten wir dann dem Tempo und dem physischen Spiel Tribut zollen. Wir haben insgesamt kein gutes aber umkämpftes Spiel gesehen, aber meine Mannschaft hat bis zur letzten Minute gekämpft – darauf bin ich stolz.“
Mit dieser Leistung bleibt das Derby trotz der Niederlage ein eindrucksvolles Zeugnis des Kampfgeistes der KuSG Leimen. Diesen wird das Team auch im letzten Hauptrundenspiel in Bad Homburg benötigen, bevor anschließend die Playdowns gegen Ulm anstehen.