Im Interview: Der A-Lizenz-Inhaber über „seine“ neuen Basket Ladies Kurpfalz und die beginnende Regionalliga-Saison
Von Joachim Klaehn
Am Wochenende fällt der Startschuss für die Damen der Basket Ladies Kurpfalz in der Regionalliga Baden-Württemberg. Die Leimenerinnen empfangen zum Auftakt am Samstag (15.45 Uhr, Sportparkhalle) den MTV Stuttgart 2. In unserem Interview schildert Trainer Michael Herb (49 Jahre), mit welchen Hoffnungen und Ambitionen das stark veränderte Team – nach dem Zweitliga-Verzicht aus finanziellen Gründen – in die neue Spielzeit 2026/2027 geht.
Michael ist DBB-A-Lizenz-Inhaber und seit 2018 bei der KuSG aktiv. Der zweifache Familienvater ist gelernter Kaufmann im Groß- und Außenhandel und seit vielen Jahren als Versicherungskaufmann tätig.

Michael, die Vorbereitung ist abgeschlossen – mit welchem Gefühl gehst Du in die neue Saison?
Michael Herb: Grundsätzlich gehe ich mit gemischten Gefühlen in die neue Saison. Zum einen wissen wir, dass wir sportlich in der 2. DBBL dringeblieben – und dennoch „abgestiegen“ sind. Zum anderen wartet mit der neu zusammengestellten Mannschaft eine neue Herausforderung auf uns. Wir wollen versuchen, als Team wieder den nächsten Schritt zu machen und uns diese Chance erneut zu erarbeiten.
Was hat sich im Vergleich zum vergangenen Spieljahr in Deinem Team am deutlichsten verändert – von der Spielweise her oder auch im Teamgefüge?
Michael: Das ist schwierig pauschal zu sagen. Einige Spielerinnen, die den Vereinverlassen haben, haben sich sportlich sehr gut entwickelt. Janina Dzubba beispielsweise gehörte bei den Einsatzminuten zu den besten deutschen U22- Spielerinnen in der 2. DBBL. Aber auch die Spielerinnen, die geblieben sind, haben einen Schritt nach vorne gemacht und viel Erfahrung gesammelt. Gleichzeitig sind die Veränderungen im Team deutlich spürbar.
Welche basketballerische Idee soll Deine Mannschaft in dieser Saison verkörpern?
Michael: Wir wollen versuchen, aus einer stabilen Defensive heraus mit schnellem Umschaltspiel das Spiel zu bestimmen. Dafür braucht die Mannschaft aber Zeit und Training, um sich als Team zu finden. Bei neun Abgängen und neun Neuzugängen müssen wir uns zunächst aneinander gewöhnen, Abläufe entwickeln und Laufwege automatisieren. Dieser Prozess benötigt aber ebenfalls Zeit.
Erfolg bedeutet, Spielerinnen weiterzuentwickeln

Was sind Deine persönlichen Ziele als Trainer – und woran würdest Du am Ende der Spielzeit festmachen, dass sich die Mannschaft gut entwickelt hat?
Michael: Als Trainer willst du natürlich erfolgreich sein, und daraus schöpfst du auch Energie. Erfolg bedeutet für mich aber nicht, dass man jedes Spiel gewinnen muss. Erfolg kann auch bedeuten, Spielerinnen – unabhängig vom Alter – weiterzuentwickeln und diese Entwicklung am Ende auch auf dem Spielfeld zu sehen. Wenn wir dazu eine positive Stimmung innerhalb der Mannschaft schaffen und am Ende einen Tabellenplatz unter den Top 5 erreichen, wäre das für mich persönlich ein gutes Ergebnis.
Was wünschst Du Dir von den Leimener Mitgliedern der Abteilung und den KuSG-Basketballfans?
Michael: Wir würden uns sehr über die Unterstützung an den Spieltagen freuen und hoffen, dass wir als Gemeinschaft weiter zusammenwachsen. Für mich steht die Mannschaft im Vordergrund. Deshalb wünsche ich mir vor allem einen spürbaren Zusammenhalt und eine positive Atmosphäre. Gerade bei einem neu zusammen gestellten Team kann das helfen.