Am 19. Spieltag führte die Reise der KuSG Leimen nach Bamberg zu den Medikamenten per klick Bamberg Baskets – keine einfachen Voraussetzungen, da Janina Dzubba und Carolin Schmidt sowie Neele Steinort weiterhin nicht einsatzbereit waren. Dennoch war die Ausgangslage keineswegs aussichtslos, ein Sieg lag durchaus im Bereich des Möglichen.
Die Partie begann intensiv, wenn auch spielerisch auf überschaubarem Niveau. Beide Teams fanden zunächst schwer in ihren Rhythmus, sodass vor allem die Verteidigung das Geschehen bestimmte. Leimen zeigte in dieser Phase die reifere Leistung und konnte sich nach rund zehn Minuten leicht absetzen. Auch in der Folge blieb es ein umkämpftes Spiel, in dem weniger spielerische Highlights als vielmehr Einsatz und Wille den Ton angaben.
Bis zum Zwischenstand von 21:13 hatte die KuSG die Partie gut im Griff. Doch kurz vor der Halbzeit ließ die Konzentration nach, einfache Fehler schlichen sich ein und brachten Bamberg zurück ins Spiel. Die Konsequenz: eine knappe 22:21-Führung für die Gastgeberinnen zur Pause – ein erster spürbarer Dämpfer für Leimen.
Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst ein ähnliches Bild, doch mit zunehmender Spieldauer übernahm Bamberg mehr und mehr die Kontrolle. Während Leimen nie wirklich zu seinem Spiel fand, nutzten die Gastgeberinnen ihre Möglichkeiten konsequenter und setzten sich Schritt für Schritt ab. Ausschlaggebend für das Absetzen der Bambergerinnen war die individuelle Klasse von Elise Tweedie (10 pkt. 16 Reb) und Faith Alston (13 pkt. und 6 Reb). Insgesamt war auf beiden Seiten an diesem Sonntagnachmittag nur wenig spielerische Qualität zu erkennen, doch genau diese beiden Spielerinnen machten in den entscheidenden Momenten den Unterschied. Auf Seiten der KuSG hingegen erreichte keine Spielerin ihre Normalform.
Am Ende stand eine verdiente 53:36-Niederlage, die vor allem aufgrund der schwachen Offensivleistung schmerzt – denn die Chance auf einen Auswärtssieg war durchaus vorhanden.
Zitat Michael Herb: „Mit 36 Punkten gewinnt man kein Spiel – vielleicht eine Halbzeit, aber so können wir nicht auftreten. Heute wäre mehr drin gewesen, aber mit dieser Leistung haben wir es uns selbst schwer gemacht.“
Foto: Kay Adams