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EM 2026 Athen im Rückblick

Die Ü55-Damen krönen die Saison

13. Maxibasketball-EM in Athen: Vizetitel hinter Italien – Ü65-Herren auf Rang sechs – Ü60-German Maxxis verbessern sich

Die 13. Maxibasketball-EM der FIMBA ist Geschichte. Auch aus der Metropolregion Rhein-Neckar nahmen wie gehabt zahlreiche Korbjägerinnen und Korbjäger daran teil und erlebten diesmal eine „EURO“, die von mitunter langen Transfers innerhalb der 5,5 Millionen Einwohner zählenden griechischen Hauptstadt geprägt war. Von der KuSG Leimen bzw. von den Basket Ladies Kurpfalz präsentierten sich einige „Oldies but Goldies“ unter dem Wahrzeichen Akropolis. In 14 Hallenkomplexen und auf 21 Spielflächen (ausschließlich Parkettböden) wurden für insgesamt 270 Teams die Wettbewerbe der diversen Altersklassen (Ü30 bis Ü85) ausgetragen.

Ein herausragendes Ergebnis erzielten die Damen der Ü55. Die Mädels um Coach Nici Reibert krönten eine überragende Saison und holten die Silbermedaille hinter den Italienerinnen. „Die Vize-Europameisterschaft war das Sahnehäubchen auf die tolle Saison und unser größter Erfolg bisher“, sagt Nici Reibert, nachdem sich die Mannschaft vorher in Oppenheim (Ü60) und in St. Ilgen (Ü55) jeweils die deutsche Meisterschaft in leicht abgewandelter Besetzung gesichert hatte.

Wie bereits im St. Ilgener Ü55-Turnier bezwangen die Nord & Süd Baskets den Münchner Dauerrivalen Team Valdo im Halbfinale mit 40:25. Im Finale gegen Italien holte die Truppe einen 16-Punkte-Rückstand bis auf drei Zähler Differenz auf und musste sich knapp mit 54:60 in einem kräfteraubenden Match geschlagen geben. Ariane Pfisterer, Brigitte Emmerich, Katja Schneider, Susanne Alte und Coach Nici Reibert vertraten als aktive und ehemalige Akteurinnen der Basket Ladies Kurpfalz diese Spielgemeinschaft aus Leimen/Kirchheim im griechischen Basketball-Mekka.

Nach einem harten Turnier und verletzungsbedingten Ausfällen mussten sich die Ü-65-Germany Baskets mit Rang sechs arrangieren. Ein Vordringen ins Halbfinale lag durchaus im Bereich des Möglichen, doch es fehlte gerade im Viertelfinale gegen Gastgeber Griechenland (43:56) die notwendige Fortüne und Offensivpower. Das Spiel um Platz gegen Serbien zeigte sodann, dass die Mannschaft von Ex-BasCats-Trainer René Spandauw, der inzwischen beim Schweizer Erstligisten Baden Basket 54 einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, und dem Leimener Guard Jogi Klaehn auf dem Weg zur europäischen Spitze in dieser Altersklasse ist und bereits bei der WM 2027 eine Medaille ins Auge fassen darf. „Wir sind auf einem guten Weg dahin und werden uns für das Brasilien-Abenteuer weiter verstärken“, so Jogi Klaehn bilanzierend. Er wurde in dieser Saison mit seinen Mitstreitern zum dritten Mal in Serie deutscher Vize-Meister, heuer im saarländischen Nalbach in der Nähe von Saarlouis.

Die Germany Baskets, die eine Auswahl aus Hamburg, Berlin, Münster, Bonn, Magdeburg, Landshut, Nalbach, Darmstadt und Leimen darstellt, ist seit gut zwei Jahren zu einer verschworenen Einheit geworden. Das hat insbesondere der leidenschaftliche Fight gegen Serbien, der Europameister von Pesaro 2024, deutlich gezeigt. Beim 54:58 nach Verlängerung schenkten sich die Rivalen nämlich nichts – und zollten sich hinterher für einen anstrengenden Ausklang gegenseitigen Respekt. Ein Wiedersehen in Fortaleza ist möglich.

In der männlichen Ü60 gehörten gleich drei Leimener Akteure zu den German Maxxis: Axel Hauck, Kai Baldenius und Christos Karavassilis. Letzterer agierte nach einem komplizierten Handbruch bei der DM in Berlin-Lichterfelde leider „nur“ als Physio bei der EM. Die Maxxis scheiterten in der Vorrunde hauchdünn am Weiterkommen und landeten im 20er Feld schließlich nach dem Platzierungsspiel gegen Over Sport Italia (58:55) auf dem 13. Platz. „Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr im Tessin stark verbessert“, sagt Axel Hauck. Bedauerlicherweise verletzte sich Kai Baldenius frühzeitig. Und wie angedeutet fungierte Christos Karavassilis bei seinem „Heimspiel“ mit ambivalenten Gefühlen als Physiotherapeut und Reiseführer seiner Maxxis. „Christos hat uns Athen nähergebracht“, so Axel Hauck, der die kollektive Leistung sowie den tadellosen Teamgeist der Ü60-Auswahl hervorhebt.

Was bleibt nach dem diesjährigen Saisonende? Die Erkenntnis, dass Basketball auf diesem nationalen und internationalen Leistungslevel weiterhin großen Spaß macht. Nach Athen 2026 ist gleichzeitig vor der WM 2027 in Fortaleza/Brasilien. Die Germany Baskets (Ü65) haben sich bereits zu diesem attraktiven Wettbewerb vom 6. bis 15. August 2027 bekannt und hoffen darauf, dass sie René Spandauw wiederum von der Seitenlinie aus lenken wird.

Die Nord & Süd Baskets (Ü55 Damen) und German Maxxis (Ü60 Herren) überlegen noch, ob sie nach Brasilien fliegen werden oder nicht. Grund: Neben der FIMBA-Organisation bieten auch die Konkurrenten ESBA und nun auch – nach der diesjährigen Premiere in Korinth – der Weltverband FIBA Senioren-Turniere internationaler Güteklasse an. Kurzum: Der Markt dieser weltweiten „Riesen-Bewegung“ in den Senioren-Altersklassen scheint größer und umkämpfter denn je zuvor zu sein …

EM in Kürze

Ü55 Damen, Ergebnisse: Vorrunde: Nord & Süd Baskets – Peru 73:34; NSB – FIMBA Italia 62:32; Viertelfinale: NSB – Germany Rhine Fire 47:31; Halbfinale: NSB – Germany Team Valdo 40:25; Finale: NSB – Italien 54:60.

Ü60 Herren, Ergebnisse: Vorrunde: German Maxxis – Polen 36:26; German Maxxis – Schweiz 34:35; German Maxxis – Italien 34:69; Überkreuzspiel: German Maxxis – Athens SPAKE 40:65; Spiel um Platz 13: German Maxxis – Over Sport Italia 58:55.

Ü65 Herren, Ergebnisse: Vorrunde: Germany Baskets – Italien 55:76, Germany Baskets – Polen 74:49; Viertelfinale: Germany Baskets – Griechenland 43:56; Überkreuzspiel: Germany Baskets – Tschechien 66:31; Spiel um Platz 5: Germany Baskets – Serbien 54:58 n.V.

sbb