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Eine Würdigung: Nach 26 Jahren verabschiedet sich Stephan Rahm

Immer da für Jung und Alt

Eine Würdigung: Nach 26 Jahren verabschiedet sich KuSG-Basketball-Abteilungsleiter Stephan Rahm – und doch geht er nicht ganz …

Von Joachim Klaehn

Es ist eine beeindruckende Zahl. 26 Jahre lang hat Abteilungsleiter Stephan Rahm – von fast allen „Rahmi“ genannt – die Geschicke der KuSG-Korbjägerinnen und -Korbjäger gelenkt. Nun hat sich der 61-Jährige bei der letzten Jahreshauptversammlung in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Zu seinen Nachfolgern wurden Denise Rahm (30) und Alex Fuchs (39) gewählt, die seit 15. Mai die neue Doppelspitze bilden. Ganz geht „Rahmi“ allerdings noch nicht: Zum einen bleibt ja das Amt dank Tochter Denise im „Rahmen“ der Familie, zum anderen wird „Rahmi“ dem Führungsgespann mit Rat und Tat als Beisitzer zur Seite stehen.

Die Reaktionen zeigen, dass Stephan neben seiner beruflichen Tätigkeit als Diplom-Verwaltungswirt bei der Deutschen Telekom in Ludwigshafen in seinem Heimatverein viele Spuren hinterlassen hat. Er gilt vor allem als Integrationsfigur zwischen Jung und Alt, zwischen Damen und Herren. „Mit seiner empathischen Art und einem offenen Ohr war er jederzeit für uns alle da. Seine fröhliche Ausstrahlung und sein ansteckendes Lachen haben unsere Abteilung geprägt und jeden Moment noch schöner gemacht“, sagt Denise über ihren Vater, Mentor und Vorgänger, „es ist eine große Ehre für mich, in seine Fußstapfen zu treten! Seit ich klein bin, bin ich Teil des Vereins. Papa war als Trainer, Abteilungsleiter und einfach als Mensch immer mein Vorbild. Ich freue mich, weiter von ihm lernen zu können – auf meinem Weg als Abteilungsleitung gemeinsam mit Alex – und seine großartige Arbeit fortzusetzen.“

Alex Fuchs: „Viel Herzblut für den Verein“

Empathische Worte – Worte der Wertschätzung, die Mitstreiter Alex auf seine Art und Weise zu bestätigen weiß: „Mit unglaublich viel Herzblut für den Verein und seinem unermüdlichen Einsatz war ‚Rahmi‘ immer zur Stelle. Er war nicht nur Abteilungsleiter, sondern auch Spieler, Coach, Vorbild, Motivator und Freund. Sein Einsatz und seine Leidenschaft für den Verein werden für uns immer Leitlinien für die Zukunft sein.“

Ein kurzer Rückblick sei an dieser Stelle gestattet. Schon als Kind und Jugendlicher beginnt „Rahmi“ in der Ära von KuSG-Gründervater und der Leimener Institution Willi Pupp, Ende September 2020 im Alter von 85 Jahren verstorben, mit der Teamsportart Basketball. Zunächst als engagierter Spieler, später zunehmend auch als Trainer – insbesondere im Mädchen- und Damenbereich – prägt er den Verein nachhaltig. Zahlreiche Erfolge (Meistertitel mit der Jugend und den zweiten Damen) begleiten seinen Weg. Als „Zocker“ der zweiten Herrenmannschaft bewegt sich „Rahmi“ meist an der Schnittstelle zur Ersten, die es phasenweise bis in die 2. Bundesliga schafft. Darüber hinaus ist ihm der „ewige“ Spielbetrieb der diversen Oldie-Teams heilig.

„Rahmis“ Aufgabenfeld besticht durch Vielfalt

Er hat, das ist sein Markenzeichen, stets das große Ganze im Blick. Ob als Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Mann am Kampfgericht, Thekendienstler, Hallensprecher oder Organisator – sein Aufgabenfeld besticht durch Vielfalt. Kurzum: Auf „Rahmi“ ist egal wann, wo und wie hundertprozentig Verlass. Er ist einfach immer zur Stelle, wenn Hilfe innerhalb der KuSG-Basketballfamilie benötigt wird.

Im Jahr 2000 übernimmt der Allrounder Verantwortung als Abteilungsleiter. „Rahmi“ führt die KuSG-Korbjägerinnen und -Korbjäger durch viele Höhen und Tiefen – kennzeichnend für ihn sind seine Resilienz, sein unermüdliches Engagement, seine kreativen Ideen und sein ausgeprägtes Kommunikationstalent. Von diesen Tugenden profitiert die Kultur- und Sport-Gemeinde, aber auch sein Arbeitgeber Deutsche Telekom AG maßgeblich. Selbst während einer zwischenzeitlichen und schöpferischen Zwangspause vom Amt bleibt „Rahmi“ dem Verein eng verbunden – und kehrt schließlich mit frischer Tatkraft zurück, um die Abteilung erneut mitzugestalten.

Austausch mit „Matze“ Stein

Unter seiner Regie entwickelt sich die KuSG Leimen etwa zu den „Young Guns“. Sportliche Ausrufzeichen sind das eine, zum anderen wird eine strukturelle Kooperation im weiblichen Bereich mit dem Heidelberger Nachbarschaftsverein SG Kirchheim ausgetüftelt. Ganz klar: Die Basket Ladies Kurpfalz sind auf den waschechten Leimener Bub, Brückenbauer und Talentförderer Matthias „Matze“ Stein, im Dezember 2024 mit 56 Jahren viel zu früh gestorben, und eben auf den partnerschaftlich denkenden wie handelnden Stephan Rahm zurückzuführen. „Matze“ und „Rahmi“ ergänzen sich idealtypisch, tauschen sich permanent über den Status quo im regionalen Basketball sowie die gezielte Weiterentwicklung von Talenten aus. Sie sind gute Freunde. „Es war ihnen wichtig, die Meinung des anderen zu hören und gemeinsame Lösungen zu finden“, berichtet Denise über enge, sportliche und zwischenmenschliche Bande.

Die Rückkehr der Damen in die 2. DBBL Süd vor zwei Jahren bestätigt das umfassende Engagement des genannten Duos. Der kürzliche Rückzug vom Teilnahmerecht an der Toyota 2. Damen-Basketball-Bundesliga fällt unterdessen keinem schwerer als „Rahmi“. Diese Entscheidung ist trotz des erreichten Klassenverbleibs allein den schwierigen finanziellen Bedingungen geschuldet. Freilich bedeutet es nicht das Ende der KuSG-Ambitionen – im Gegenteil: Eine Neuaufstellung und verbesserte Struktur der Abteilung ist in Sichtweite. Insofern wird „Rahmi“ weiterhin seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen, um das sportliche wie organisatorische Niveau und den Gemeinschaftssinn in allen Teilbereichen der KuSG zukunftsträchtig zu verbessern.

Respekt vor seinem Wirken für die KuSG

Es ist Zeit, ihm Respekt zu zollen: Für die zahllosen Stunden der detailversessenen Planung, pragmatischen Organisation und persönlichen Gespräche – für sein offenes Ohr und seine Fähigkeit, für jedes knifflige Problem die bestmögliche Lösung zu finden. Zum Abschied als Abteilungsleiter ist „Rahmis“ umfassender Leistungskatalog für die Basketballerinnen und Basketballer aller Generationen der KuSG Leimen beschrieben. Ja, es ist eine rundum verdiente Würdigung für den langjährigen Machertypen, Sportsmann und Kommunikator geworden.

Danke, „Rahmi“!